Spurensuche zum Kloster Elchingen

 Dresden: Markgraf Konrad der Große

In Dresden finden wir auf der Außenseite des Stallhofs des Dresdener Residenzschlosses in der Augustusstraße ein über 100 m langes Porzellanwandbild.

Fürstenzug Dresden Konrad der Große im Fürstenzug in Dresden

Auf fugenlos angebrachten 23000 Fliesen aus der Meißener Porzellanmanufaktur ist ein überlebensgroßer Reiterzug dargestellt.

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Von User:Kolossos - own photo, artist Wilhelm Walther (1826-1913), CC BY-SA 3.0, Link

Das imposante Bild stellt beginnend mit Markgraf Konrad der Große und endend mit König Georg die Ahnengalerie der 34 zwischen 1127 und 1873 in Sachsen herrschenden Wettiner dar.

Konrad kam als Sohn des Grafen Thimo von Wettin 1098 zur Welt. Er wurde als Graf Konrad von Wettin 1123 Markgraf von Meißen. Später wurde er aufgrund seiner Bedeutung über das Wettinische Herschaftsgebiet hinaus als 'Konrad der Große' bezeichnet.

Seine Gemahlin Luitgard war die Tochter von Adalbert (Albrecht) von Elchingen-Ravenstein, Graf von Elchingen und Irrenberg und Bertha von Staufen, Gräfin von Elchingen und Irrenberg Gräfin von Berg.

Gegründet wurde das Kloster Elchingen von Luitgards Eltern vor 1120 im Tal nahe der Donau.
Nach einem Brand wurde das Kloster 1128 auf dem Berg innerhalb einer mittelalterlichen Schloss- oder Burganlage am heutigen Standort von Markgraf Konrad von Meißen und seiner Gemahlin Luitgard neu gegründet. Eine Stiftungsurkunde existiert wohl nicht mehr.
Auf den 26.2.1142 ist eine Urkunde datiert aus der hervorgeht, dass Markgraf Konrad und seine Gemahlin Luitgard die Abtei Elchingen an den Römischen Stuhl übergeben haben.

 Auszüge aus 'Geschichte des ... Fürsten Herrn Conrads des Großen...' aus dem Jahr 1745.

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Weitere Informationen:

Sehenswürdigkeiten online Dresden: Der Fürstenzug

Tourismusverband Dresden: Fürstenzug in Dresden - Das größte Porzellanbild der Welt

Wikipedia-Artikel: Konrad I. (Meißen)

books.google - Geschichte des Durchlauchtigen Fürsten Herrn Conrads des Großen 1745

 Kloster Petersberg: Grabstätte von Konrad des Großen und seiner Frau Luitgard

Der Petersberg in der Gemeinde Petersberg in der Nähe von Halle, ist die höchste Erhebung des Saalekreises in Sachsen-Anhalt.
Auf dieser bis ins Mittelalter als Lauterberg bezeichneten Anhöhe wurde um 1124 vom Bruder Konrad des Großen, Graf Dedo von Wettin, ein Augustiner-Chorherrenstift als Hauskloster der Wettiner gegründet. 1142 wurde mit dem Bau der Stiftsbasilika St. Petrus begonnen.

Im Jahre 1156 legte Konrad im Dom zu Meißen seine Herrschaftsinsignien ab, um als Laienbruder in dieses Stift einzutreten. Er starb am 5.2.1157 und wurde in der noch nicht fertiggestellten Stiftskirche neben seiner schon früher verstorbenen Gemahlin Luitgard bestattet.

Petersberg 1899

Ansichtskarte aus dem Jahr 1899 vom Petersberg bei Halle

Heute finden wir an der Süd- und Westwand der Stiftskirche die aus dem Mittelschiff entfernten Grabplatten von Luitgard, Konrad dem Großen und weiteren dort ehemals beigesetzten Wettinern. Ein Kenotaph (Scheingrab) ohne sterbliche Überreste wurde von Hans Walter II. im Jahr 1567 erstellt und soll an die hier beigesetzte Familie des Wettiner Markgrafen Konrad des Großen erinnern.

Seit März 1999 leben Brüder und später auch Schwestern der evangelisch-lutherischen Communität Christusbruderschaft Selbitz in der alten Stiftsanlage.

Weitere Informationen:

Wikipedia Artikel: Kloster Peterberg (Petersberg)

Straße der Romantik: Stiftskirche und Kloster Petersberg - St. Petrus